Über mich

Gritzie miteinand,

So langsam fange ich an, diese „Über mich“ Seiten zu hassen. Aber wat solls. Hier wieder eine kleene Geschichte über mich, nur anders.
Das was in den ** ** Zeilen steht, sollen meine Gedanken darstellen.

Wie bei allen ADHS’lern bin auch ich seit meiner Kindheit ** befallen? betroffen? infiziert? gestört? gezeichnet? Wie nenn ich das, um nicht zu beleidigen? Hm. **

Also wie bei allen ADHS’lern bin auch ich seit meiner Kindheit überaktiv. **Ich glaube so kann man des stehen lassen.** Natürlich hatte auf dem platten Land niemand einen Peil davon, weshalb die Kleene so „lebhaft“ ist. Das ist eine Bezeichnung, die mir besonders im Kopf haften geblieben ist, wenn meine Mutter über mich berichtete. Es ist ohnehin schon selten, dass die hyperaktive Komponente bei Mädchen auftritt und dann auch noch auf dem Land? Undenkbar.

Es gibt einige lustige Geschichten, die ich vielleicht irgendwann einmal erzählen werde, um zu verdeutlichen wie es ist, wenn man seit der Kindheit spürt, dass man komplett anders ist als die Mitmenschen. Zudem möchte ich betonen, dass ich damit nicht sagen möchte, dass es bei jedem so ist, wenn er vielleicht paralellen zieht. Davon möchte ich hiermit Abstand nehmen und klar stellen!

Seit meiner Diagnose 2011 sehe ich diese Geschichten natürlich aus einem anderen Licht. Viele Ungereimtheiten hatten plötzlich einen Namen und es passte ins Bild. Zudem hatte sich meine Vermutung bestätigt, als ich die Diagnose bekam, denn ich ahnte es schon seit ich mit fünfzehn in einer Zeitund darüber gelesen hatte. Vierzehn Jahre später hatte ich dann die Diagnose. Aber auch nur, weil es mittlerweile klar ist, dass sich ADHS oftmals nicht „auswächst“.

Die schwierige Schulzeit war vorbei und ich stürzte in ein tiefes Loch. Abitur gerade so überstanden und jetzt studieren wollen. Über 500 Km von Zuhause weg und keine Sau die man kennt. Dazu noch irgendwelche Gestörrtheiten, die mittlerweile immer schlimmer wurden. Unkonzentriert, nervös, unruhiger Schlaf und vieles andere mehr. Ich würde das jetzt auf die Aufregung und das Neue schieben. Nur, diese Zustände, so nenne ich das jetzt, hatte ich davor auch schon. Es war mir also nicht neu, aber Zuhause hatte ich Resourcen, die mit mir umzugehen wussten, auch wenn niemand wusste was los ist. Hier aber wurde man ständig mit seinen Schwächen konfrontiert. Da gab es keinen Menschen der sagte: „Das machst Du trotzdem super, Du schaffst das schon, wenn auch mit mehr Aufwand.“ Irgendwann haben mir meine Selbstgespräche auch nicht mehr weiter geholfen.

Ein Glück lernte ich das Wesen kennen, welches heute noch neben mir liegt. Somit konnte ich nicht weiter abrutschen, denn ich lernte so einige Dinge kennen, die man besser nicht kennen sollte. Ich brach das Studium ab, kehrte nach Hause zurück und begann ein neues Studium im schönen Osten Deutschlands, wenn ich es positiv ausdrücken möchte. Wirklich glücklich sieht anders aus. Jedenfalls hat ein Unfall auch das Studium beendet. Ausbildung und nach drei Jahren Suche auch endlich eine Anstellung. Die war nach sechs Monaten durch komplette Überforderung und Burn-Out beendet.

Ansonsten bin ich Dunkelschwarz angehaucht, sarkastisch, ironisch, zynisch und kann nicht lügen. Nicht lügen können ist ein seltenes Talent, was nur wenige beherrschen. Ich durchschaue sehr gut die alltäglichen Rollenspiele der Menschen und strebe nach Wahrheit. Mein Ich und mein IQ behindern sich dabei leider oft gegenseitig.

Was die Musik betrifft, so ist sie meine ständige Begleiterin. Metal in vielen Facetten, Klassik, Keltisch, Mittelalter und Punk sind die Schubladen, in denen ich gerne wühle.

In diesem Sinne,

Eure Awadea

Joint Emoticon

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